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Die wichtigsten Fragen rund um den Tauchschein

Um in Thailand, den Inseln der Bahamas oder dem Seychellen-Atoll abtauchen zu dürfen, benötigen Sie eine Tauchlizenz. Der sogenannte „Brevet“ ist ein Nachweis über eine erfolgreich abgelegte Tauchausbildung und dient zudem als Beleg über den aktuellen Ausbildungsstand. Ob Sie den Tauschschein in Deutschland machen oder dies im Urlaub auf Teneriffa, in Dubai oder am Miami-Beach tun, ist grundsätzlich egal. Die Brevets werden in jedem Land anerkannt. Wichtig ist nur, dass es sich um einen qualitativ hochwertigen Tauchkurs bzw. Tauchschein handelt. Jeder Kurs besteht aus einem Theorie- und Praxisteil – beachten Sie, sofern Sie Ihre Lizenz an Ihrem Urlaubsort erwerben wollen, daß Sie ein wenig Zeit zum Lernen einplanen. Tipp: Einige Tauchschulen nehmen die Theorieprüfung bereits in Deutschland ab, so müssen Sie nur noch die praktische Prüfung im Urlaub ablegen. Klingt gut, oder?

Was kostet ein Tauchschein?

Eine gute Tauchausbildung kostet ihr Geld. Das gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz ebenso wie in Spanien, Griechenland oder Kuba. Gerade in Regionen mit hohem Konkurrenzkampf sind die Preise ebenso unterschiedlich wie die Qualität der Ausbildung. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie in keinem Fall an der Ausbildung sparen, da Sie das teuer zu stehen kommen kann.

Grundsätzlich kostet ein „guter“ Tauchschein zwischen ca. 350 und 400 Euro (Gruppenkurs) bzw. ca. 550 bis 700 Euro (Privatkurs). Diese grobe Orientierung gilt weltweit, da sich die Preise in den Urlaubsregionen der Nachfrage angepasst haben. Liegt der Preis deutlich unter 350 Euro, sollten Sie das Angebot genau prüfen.

Auf versteckte Kosten achten

Häufig handelt es sich bei günstigen Tauchkursen, wie Sie oft in Thailand angeboten werden, um Lockangebote. Oftmals sind nicht alle Kosten im Preis inklusive, wenn Sie den Kurs buchen. Nicht selten wird beispielsweise die Leihausrüstung gesondert als nicht inkl. aufgeführt oder am Ende eine saftige Zertifizierungsgebühr für die Abschlussprüfung angerechnet.

Wie tief darf man mit Open Water-Lizenz tauchen?

Die Open Water-Lizenz ist die Standard-Lizenz für alle, die im Urlaub einen Tauchschein machen. Als sogenannter Open Water Diver erfüllen Sie die DIN 14153-2. Damit gilt für Sie eine „empfohlene“ Tauchtiefe von 18 Metern. Sind Sie dagegen in Begleitung eines Guides (z.B. PADI Divemaster) dürfen Sie in bis zu 40 Meter Tiefe abtauchen.

Wie erkenne ich die richtige Tauchschule für mich?

Eine seriöse Tauchschule können Sie an einigen Merkmalen erkennen. Wichtig ist zunächst, dass es sich um eine Tauchschule handelt, die einem der großen Tauchverbände (PADI, SSI, SMAS und VDST) angehört. Diese erkennen Ihre Lizenzen untereinander an und bilden Sie zudem nach einheitlich hohen Standards aus. Weiterhin wichtig sind die folgenden Aspekte:

  • Es ist ausreichend Leihausrüstung in allen Größen vorhanden.
  • Die Tauchschule macht einen aufgeräumten, sauberen Eindruck.
  • Es herrscht kein Zeitdruck. Das Personal erklärt jeder teilnehmenden Person Übungen ruhig und beantwortet alle Fragen im Detail.
  • Bei der Ausbildung stehen Sie und Ihre Probleme im Mittelpunkt. Prahlende Tauchlehrer sind ein schlechtes Zeichen.
  • Die Tauchgruppen sollten sehr klein sein. Ideal sind 2-4 Tauchschüler.
  • Im Idealfall hat jeder Tauchtrainer einen Assistenten.
  • Vor dem ersten Schnupper-Tauchgang bekommen Sie gewissenhaft die Regeln für sicheres Tauchen erklärt.
  • Der Tauchlehrer gibt Ihnen im Wasser individuelle Hilfestellung.
  • Qualifikation der Tauchschule

Kinder im Tauchurlaub – Was Sie wissen müssen

Tauchen ist ein Erlebnis, das im Familienverbund mit Kindern besonders viel Spaß macht. Ohne eine Tauchlizenz dürfen Kinder jedoch ebenfalls nicht abtauchen. Ausbildungsorganisationen wie SSI und PADI bieten bereits für Kinder ab 8 Jahren die Möglichkeit, einen ersten Tauchschein in einem bis zu 2 Meter tiefen Pool zu machen. Ab 10 Jahren ist das Tauchen im Meer in Begleitung eines Erwachsenen (Junior Open Water Diver) erlaubt. Tauchmediziner empfehlen aus gesundheitlicher Sicht allerdings erst ab 12 Jahren mit dem Tauchen zu beginnen. Gute Tauchschulen kommunizieren dies auch so!

Welche Reiseziele eignen sich für einen Tauchurlaub mit Kindern?

Wer seine Kinder mit zum Tauchen nehmen möchte, sollte nicht nur auf Flüge, Hotels, einen Mietwagen und auf das richtige Beach-Feeling der Unterkunft in Strandlage achten. Auch die Gewässer vor Ort müssen für Kinder zum Tauchen geeignet sein. Wir können Ihnen u.a. folgende Reiseziele für Erwachsene und Kinder empfehlen:

  • Kroatien (v.a. bei Zadar)
  • Costa Brava
  • Dubai (u.a. am Jumeirah Beach)
  • Mallorca (v.a. Cala d’Or, Cala Ratjada)
  • Ägypten (v.a. Rotes Meer)
  • Malediven (gesamtes Atoll)

Unser Tipp: Schnuppertauchkurs

Um herauszufinden, ob Ihnen das Tauchen grundsätzlich Spaß macht und Sie sich auch wohlfühlen, empfiehlt sich ein Schnuppertauchkurs (deren Kosten oftmals von den Tauschschulen beim Erwerb eines Tauchscheines verrechnet werden). Hier kommen Sie u.a. erstmal in Tuchfühlung mit Lungenautomat, lernen das Auftauchen und den Umgang mit der Tauchmaske.

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